Donnerstag, 15. Juni 2017

Rezension │"Nichts gesucht. Alles Gefunden. - Meine Reise auf dem Jakobsweg" - Jean-Christophe Rufin








Titel: Nichts gesucht. Alles Gefunden. 
- Meine Reise auf dem Jakobsweg
Autor: Jean-Christophe Rufin
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 256
Verlag: Penguin
Meine Wertung: 5 Farbkleckse

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,, In dem Maße, wie uns das Leben formt, wie es uns mit Verantwortung und Erfahrungen belädt, erscheint es uns zunehmend unmöglich, ein anderer zu werden und das drückende Kostüm abzuwerfen, das unsere Pflichten, Erfolge und
 Irrtümer für uns geschneidert haben.“ (S.43)

Autor: Jean-Christophe Rufin, geboren 1952 in Bourges, ist Autor zahlreicher Romane und Essays und Mitglied der Academie Francaise. 2001 wurde er mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Vor allem aber ist er Arzt  langjährige Vizepräsident der Organisation  >> Ärzte ohne Grenzen<< und Vorreiter des humanitären Engagements, ein großer Reisender.

Klappentext: Als Jean-Christophe Rufin sich auf den Weg macht nach Santiago de Compostela, ist er weder Pilger noch auf der Suche. Eigentlich will er einfach nur auf dem seit Jahrhunderten und seit Hape Kerkeling bedeutenden Jakobsweg wandern. Doch unterwegs auf den 900 Kilometern des Camino del Norte kann er sich der Alchemie des »ewigen Weges« nicht entziehen.

Meinung:  Der Jakobsweg ist ein Thema, welches mich seit meinem 14. Lebensjahr interessiert und welchen ich hoffe irgendwann selber gehen zu können. Mein eigentlicher Wunsch war es nach dem Abitur mit meinem Freund diesen wandern zu können, jedoch klappte dies leider nicht wie erhofft. Solange ich auf die Gelegenheit warte ebenfalls ein Pilger werden zu können, lese ich nun mal verschiedene Bücher über Santiago de Compostela. Ich habe erwartet, dass der Autor vieles bereits vergessen habe, dies war jedoch trotz dem Fakt, dass er sich während der Wanderung keine Notizen machte, nicht der Fall. Gestartet hat er in Hendaye , war sich jedoch zunächst unsicher, welchen Weg er einschlagen möchte. Die Wahl lag zwischen dem Pyrenäen Marsch und dem Jakobsweg. Schlussendlich wurde es wie erwartet der Jakobsweg, welchen er ca. 40 Tage gewandert ist. Dabei schreibt der Autor, dass die Wahl des Startpunktes dabei liegt, zuerst zu entscheiden, ob man entweder zu Hause oder woanders los geht, und anschließend wo genau. Idealerweise wäre es wie Savoyarde direkt von zu Hause aus starte. Ein Zitat von dem Autor war folgendes:,, Der Unterschied zum Jakobsweg liegt darin, dass Santiago de Compostela keine Strafe ist, sondern eine selbst auferlegte Prüfung.“ (S.12 Mitte). Der Jakobsweg ist laut Rufin ein Prozess ,deswegen spielt die Zeit eine entscheidende Rolle. Sowohl bei dem Weg selbst als auch bei der Entscheidung des Startortes, abhängig davon wie viel Zeit man hat, verlegt man den Start näher an das Ziel. Dass Ziel selbst ist für jeden Pilger gleich – Santiago, dass einzige was sie unterscheidet ist der Startpunkt, so wird auch nicht gefragt, wer man ist sondern woher man kommt bzw.  wo man gestartet ist und so bildet sich eine ,,subtile Hierarchie..“ (S.15).  Im Buch wurde die Frage gestellt, welchen Sinn es hat, im 21. Jahrhundert einen solchen Weg zu Fuß zurück zu legen – diese Frage ist sehr interessant und die Antwort darauf variiert von Mensch zu Mensch. Der Autor beschreibt eine wunderschöne Natur  und die Natur selbst wunderschön.  Er schreibt sehr detailreich und interessant und es gelingt ihm immer wieder den Leser zu fesseln. Jean lässt dabei örtliche Gegebenheiten und Ereignisse, genauso wie Begegnungen mit der heimischen Bevölkerung und Pilgern nicht aus. So erwachten bei mir als er von San Sebastian schrieb Erinnerungen an meinen damaligen Aufenthalt dort. Bei dem ganzen bleibt er stets ehrlich und offen, und verleiht einem immer wieder durch seinen humorvollen Schreibstil, dem es an Ironie nicht fehlt, ein Schmunzeln im Gesicht. Er transportiert Gefühle und teilt mit uns seine Erfahrung und ist dabei aufrichtig und offen. Er sprach ebenfalls den Mangel an Komfort und äußerste Einfachheit an mit der man während des Jakobsweges konfrontiert wird. So schrieb er auch :,,  Ich verstand, wie nützlich es war, alles zu verlieren, um das Wesentliche wiederzufinden.“ (S.48). So fand ich es interessant welche Arten von Personen er traf und wie er mit diesen klar kam . Er war hauptsächlich allein unterwegs bis es seine Frau Azeb in Lugo traf, um die letzten Kilometer mit ihr gemeinsam zu wandern. Dabei wurde ihm klar , wie aufgeregt und ungeduldig Neuankömmlinge sind , und wie viele unnötige Dinge man zu Beginn mit sich trägt. Je länger man wandert, desto freier von Ungeduld wird man. Außerdem entwickelt sich der Zeitbegriff und der Glaube. Er selbst entdeckte den Glauben und sein Interesse an religiösen Anrichtungen bzw. das buddhistische  Glücksgefühl. Man solle die touristischen Erwartungen ablegen, denn der Pilger sei kein Tourist. In einem Punkt war ich  mit dem Autor nicht einverstanden, er schreibt, dass Notizen oder Tagebuch zu führen unnötig sei, und man nicht an der Vergangenheit festhalten sollte. Er riss selbst immer wieder Zettel aus seinem Reiseführer, sobald er den jeweiligen Ort gesehen hat. Jean-Christophe Rufin redet nichts schön und stellt es genauso dar, wie er es empfunden und wahr genommen hat und besonders am Ende wird dies dem Leser verstärkt klar.  Durch die Ankunft in Santiago wird man in die Gegenwart zurück geholt, die Pilger in dieser Stadt werden nicht wie sonst mit Neugier betrachtet und mit Freundlichkeit behandelt, sondern ignoriert. Der Autor ist von der letzten Etappe nicht begeistert und fühlt sich je näher er dem Ziel kommt immer einsamer und fremder. Die „unehrlichen“ Pilger werden immer mehr, dabei betont er auch ,dass nur „wahre“ dh. zum Beispiel die wandernden Pilger das Privileg auf eine Urkunde haben. Alles in allem schreibt er sehr realistisch, humorvoll, detailreich und äußerst interessant. Ich habe das Buch zweimal gelesen und finde es nach dem zweiten mal lesen, sogar noch besser. Er teilt seine ehrlichen Erfahrungen und erklärt dabei das Konzept des Jakobsweges und die historischen Hintergründe, ohne dass man das Gefühl bekommt ein Schulbuch zu lesen.


Information:
In dieser Spalte befindet sich jegliche Information über den Jakobsweg, welche ich für interessant und hilfreich empfunden und im Buch gefunden habe.

Eines der wichtigsten Themen auf den Santiago de Compostela ist der Pilgerpass.
Dabei ist Compostela lateinisch für Beweis der Pilgerreise. Es wird am Ende ebenfalls eine Pilgerurkunde in lateinischer Sprache ausgestellt. Der Pilgerpass selbst kostet ca. 3€. Mit diesem kann man in Pilgerherbergen übernachten. Dafür ist das lateinische Wort  Credencial. Der Pilger ist ständig auf der Suche nach Stempel, womit er seinen Pilgerpass abstempeln kann.  Die Stempel findet man nicht nur in Touristeninformationszentren, sondern auch in Apotheken, Bars, Postämter und oder Polizeirevieren. Wenn man sich als Pilger registrieren lässt bekommt man Studien, Einladungen zu Wanderausflügen und Versammlungen, wobei sich der Pilgerstammtisch trifft – eine Registrierung ist jedoch nicht notwendig.

Die Pilgerherbergen sind ausgestattet mit Küche, Gemeinschaftsdusche und Schlafzimmer. Da die Pilger die meiste Zeit damit verbringen möglichst wenig zu zahlen sind die Preise sehr bescheiden. Auch wenn der Pilger nicht arm ist, so benimmt er sich genauso.

Wildes zelten ist in Spanien streng verboten, dennoch gibt es sehr große Nachsicht.

Die Dauer des Jakobsweges ist Personen und Distanzabhängig, der Autor brauchte ca. 40 Tage. Dabei ist die Mindestdistanz die man bewältigen muss, um eine Pilgerurkunde zu kriegen 100km für Fußgänger und 200km bei Radfahrern. „Wahre“ Pilger reisen nicht mit Bus, Zug oder Flugzeug und übernachten auch nicht in Hotels. Um dem richtigen Weg zu folgen gibt es Markierungen, diese sind zum Beispiel Ecksteine aus Zement die mit einer Muschel versehen sind, ein gelber Pfeil oder auch Beschriftungen.



Schuhe sind ebenfalls ein wichtiges Thema, da man täglich ca. 8-10h damit verbringt zu wandern, sollte man bei Schuhen nicht geizen. Vor allem aber sollte man diese einlaufen, bevor man los wandert. Außerdem sollte man bei der Kleiderwahl klug handeln, da man nur eine beschränkte Anzahl an Kleidungsstücken mit nehmen kann sollte man eine bedachte Wahl treffen, eine mangelnde Hygiene ist mit vorprogrammiert.

Interessante Orte:
Es wurde ein gewisses Hotel erwähnt zu welchen man von selbstgebastelten Schmetterlingen geleitet wird, dort sind die Preise wohl bescheiden , trotz sehr guter Ausstattung. Genauso wurde eine Frau aus einem Lebensmittelladen erwähnt, wo es sich lohnt vorbei zu gucken (S.179-186). Santillana del Mar soll laut Jean das schönste Dorf Europas sein, deswegen ist dies evtl. auch einen Besuch wert.

Historisch:
Oviedo war für mittelalterliche Pilger ein unumgängliches Etappenziel und Salvador war der erste Zielpunkt der Pilgerfahrt von Jakobus – von dort aus beginnt auch der Camino Primitivo.

Die Stadt Lugo wird von einer römischen Stadtmauer, die ca 10-12m hoch ist umschlossen und ist ebenfalls ein UNESCO Weltkulturerbe.

Die traditionelle Kleidung eines Pilgers früher war: Pilgerstab, Muschel, Umhang, Hut,  Jakobskreuze, Kalebassen und ein Quersack.

Es gibt einen Mochila (Rucksack) – Express, welcher den Rucksack bis zum Ziel liefert.

Laut Autor sind ehrenhafte Startpunkte folgende:
Saint-Jean-Died-de-Port
Hendaye
Somportpass - hierfür kriegt man viel Annerkennung von Mitgliedern der Bruderschaft
Oviedo - wegen geschichtlicher begründeter Toleranz
Camino Primitivo - (von d. Hauptstadt Asturiens) = kürzer, wird jedoch trotzdem mit Respekt betrachtet, da es sehr gebirgiges Gelände durchquert, große Höhenunterschiede hat und dies der ursprüngliche Weg bzw Route ist die König Alfons II von Asturien im 9. Jahrhundert gegangen ist, um die berühmten sterblichen Überreste des heiligen Jakobus zu sehen die ein Mönch entdeckt hat.

Ein typischer Startpunkt ist der Camino Primitivo oder auch von der französischen Grenze aus. Der Startpunkt hängt davon ab, wie viel Zeit man hat, was man besichtigen möchte und welche Interessen man besitzt.

Es gibt zwei große Routen von der französischen Grenze aus:
1. Camino frances - meistfrequentierte
2. Küstenweg = nördlicher Weg - dieser ist schwieriger und schlechter gekennzeichnet

Durchschnittlich wandert man rund 30km pro Tag.
Meist hängt die Jakobsmuschel an dem Rucksack des Pilgern, wodurch man diesen schnell als einen ausmacht.

Route: Bevor ich die Karte auf den letzten beiden Seiten gefunden habe , habe ich mir bereits jeden Ort an den der Autor erwähnt hat notiert. Dies tat ich um mir selbst eine Karte zu erstellen um besser veranschaulichen zu können, welchen Weg der Autor auf sich gebracht habe. Die Karte des Autors ist nicht weniger gut, ich habe bloß alles bereits aufgeschrieben, bevor ich diese entdeckt habe.  Die Zeitangabe von Google stimmt natürlich nicht, deswegen diese bitte ignorieren. Zusammengerechnet sind es ca 1020 km.




Fazit: Alles in allem ist es ein sehr humorvoller, interessanter, detailreicher Roman, welcher nicht alles schön redet, sondern auch das Negative so ins Licht rückt wie der Autor es wahrnimmt. Meine Neugier auf den Jakobsweg wurde durch den Inhalt verstärkt und mein Verlangen den Weg selbst zu wandern wuchs enorm an. Zudem wuchs das Fernweh und viele Erinnerungen an eigene Reisen erwachten beim Lesen des Buches wieder. Ein sehr abenteuerlicher Roman, welchen ich nur weiter empfehlen kann und jedem der an dem Jakobsweg interessiert ist ans Herz legen würde.

Dank: Ein großer Dank gilt natürlich dem Penguin Verlag, welcher mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Hiermit möchte ich mich nochmals bei Ihnen  und bei dem Bloggerportal Randomhouse für die Möglichkeit dieses Werk zu rezensieren bedanken.



Sonntag, 23. April 2017

Rezension │"Die Städtesammlerin - Mit der Linie 4 an die entlegensten Orte der Welt " - Annett Gröschner








Titel:  Die Städtesammlerin -
 Mit der Linie 4 an die entlegensten Orte der Welt
Autor: Annett Gröschner
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 224
Verlag: Penguin
Meine Wertung: 5 Farbkleckse

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Autorin: Annett Gröschner, 1964 in Magdeburg geboren, studierte Germanistik in Berlin, wo sie seit 1983 lebt. Für ihr schriftstellerisches Werk, das Sachbücher, Theaterstücke, Gedichte, Dokumentarliteratur wie Prosa umfasst, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Außerdem schreibt sie als Journalistin für verschiedene Zeitungen, das Radio und veröffentlicht im Netz. An den Städtebildern in Die Städtesammlerin. die ursprünglich bei DVA unter dem Titel Mit der Linie 4 um die Welt erschienen sind, arbeitet Annett Gröschner seit 2003. Für diesen Band hat sie auch neue Reisen unternommen.


Klappentext: Annett Gröschner ist eine leidenschaftliche Sammlerin: Sie sammelt Lebensgeschichten, sie sammelt Alltag, und sie sammelt Städte. Ob in Alexandria, Kasan oder Peking – immer besteigt sie Bus oder Straßenbahn der Linie 4, denn die fährt in Bezirke, die den wahren Charakter der Stadt enthüllen. In ihrem Fahrtenbuch erzählt sie von ihren Begegnungen: In der 4 in Tartu wird viel geküsst; in Tel Aviv sitzt sie neben einer jungen Soldatin, deren Gewehr ihr an die Hüfte drückt. Über das Heute dringt Annett Gröschner in das Gestern vor und verknüpft souverän Geschichte mit Politik, Architektur-mit Literaturgeschichte, Abenteuer mit Lebensphilosophie – unprätentiös und poetisch, warmherzig und lustmachend.

Meinung: Das Buch besteht aus 18 gesammelten Reportagen, welche zwischen den Jahren 2003 und 2016 entstanden sind. Diese wurden zuvor in dem Buch Mit der Linie 4 um die Welt gesammelt und wurden nun aktualisiert und überarbeitet in dem neuen Werk veröffentlicht. Alles fängt an in der Straßenbahn in Magdeburg, welche die Autorin später in Rumänien wiederfindet. Annett Gröschner schreibt detailreich, interessant und amüsant. Man kann sich das Geschriebene vor Augen vorstellen und hervorragend in die Situation hineinversetzten. Man wird mit den verschiedensten fremden Städten vertraut und erfährt Geschichten von den unterschiedlichsten Menschen. Besonders in Russland stiegen viele Erinnerungen hoch und das Gefühl von Heimat verstärkte sich enorm. Mein Interesse an den anderen fremden Kulturen, Menschen, Städten und Ländern wuchs rasant und extrem. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen. Durch die Reportagen lernt man verschiedene Reisende der unterschiedlichsten Linie 4 kennen und dazu deren Geschichten und die der verschiedenen Städte und Länder, welche die Autorin besucht. Zwar kann man den Titel auch ein wenig falsch verstehen, was ich zuerst auch tat, jedoch wird der eigentlich Gedanke am Anfang der ersten Reportage bereits klar. Annett Gröschner fährt nicht mit einer Linie 4 durchgehend durch die Welt, sondern sucht in allen möglichen Ländern nach der Linie 4 und fährt dann mit der Linie durch die vorgesehenen Haltestellen. Dazu gehört alles was über der Erde fährt – Tram, Straßenbahn, Bus und Marschrutka. Dabei versteht man wie unterschiedlich die Linien und deren Strecken sein können genauso wie die Menschen die mit der Linie fahren. Die Autorin schreibt sehr unterhaltsam und verstärkt das Fernweh Gefühl. Das Lesen des Buches macht sehr viel Spaß und es gab keinen Moment an dem ich ihr nicht gerne zugehört oder den Wunsch das Buch wegzulegen verspürt habe. Man erfährt nicht nur über die historischen Ereignisse der Städte und Länder, sondern lernt ebenfalls vieles über Künstler und Dichter kennen. Dadurch, dass das Buch eine Sammlung von Reportagen ist und diese nicht miteinander verknüpft sind, ist es ein wunderbares Buch zum hin und her blättern, wenn man mal zbs. Mehr oder weniger Lust auf ein bestimmtes Land hat.

Fazit: Alles in allem ist es ein sehr unterhaltsames, interessantes und passendes Buch für jeden der Fernweh verspürt und gerne (mit öffentlichen Verkehrsmittel) reist. Es eignet sich sehr gut um des in der Bahn oder im Bus zu lesen und von Alltag abzutauchen- auch wenn nur für ca. jeweils 10 Seiten je Land. Man erfährt viele verschiedene historische Geschehnisse und beeindruckende Menschen und Orte. Für jeden der an der Welt und am Erkunden dieser interessiert ist.


Dank: Zudem möchte ich mich natürlich bei dem Penguin Verlag , sowie der Verlagsgruppe Randomhouse bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zugeschickt haben. Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses abenteuerliche und interessante Werk rezensieren zu dürfen und für tolle Zusammenarbeit.








Rezension │"Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist" - Matthias Eckoldt







Titel: Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist
Autor: Matthias Eckoldt
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 256
Verlag: Pantheon 
Meine Wertung: 5 Farbkleckse

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Autor:
 Matthias Eckoldt, 1964  in Berlin geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Medientheorie. Er veröffentlichte Romane, Fachbücher und Essays, zuletzt Die Intelligenz der Bienen (zusammen mit dem Neurowissenschaftler Randolf Menzel) sowie den Gesprächsband Kann das Gehirn das Gehirn verstehen? über die Hirnforschung und die Grenze unserer Erkenntnis.Des Weiteren verfasste Eckoldt mehr als fünfhundert Radiosendungen zu kulturphilosophischen und naturwissenschaftlichen Themen. Für die Arbeit wurde er unter anderem mit dem idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Zurzeit lehrt Eckoldt als Schreibdozent an der FU Berlin.

Klappentext:
 In den vergangenen Jahrhunderten mussten die Wissenschaftler, die unser Gehirn erforschten, ihre Konzepte immer wieder verwerfen – was einmal glanzvoll bewiesen schien, galt bereits wenig später als widerlegt. Und auch heute nehmen die offenen Fragen eher zu als ab – können wir unser Gehirn überhaupt verstehen? Und woher wissen wir, wie wir fühlen und denken?

Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.


Meinung: Durch den Biologie-Unterricht und meine Präsentationsleistung im Fach Biologie über das Gehirn des Menschen und die Entwicklung dessen wuchs mein Interesse daran. Deswegen entschied ich mich dazu mein Wissen darüber aufzufrischen und zu erweitern und meine neu gewonnene Neugierde über die Seele zu befriedigen. 
Das Buchcover ist sehr ansprechend und schön illustriert. Das Durcheinander und die Glühbirnen darüber und darin geben bereits eine Idee über den Inhalt des Büches genauso auch der Titel. Der Titel entspricht dem Inhalt, die Geschichte ist wirklich kurz, jedoch sehr umfangreich und gut strukturiert und gibt einem einen Überblick über die Hirnforschung und die Entwicklung des Gehirns. Dem Untertitel würde ich dagegen nicht ganz zustimmen, auf "woher wir wissen wie wir fühlen und denken" wurde nicht genügend eingegangen.
Die Geschichte von Gehirn und Geist fängt mit dem Fund von Schädelknochen des Menschen an, in denen Löcher zu finden sind und auf eine ältere Version von Operationen am Gehirn hindeuten.
Matthias Eckoldt beginnt bei "Null" und arbeitet sich strukturiert durch die Epochen hindurch.Angefangen bei der Antike, wo der Sitz des Geistes nicht dem Kopf zugeteilt wird und Platon die "Natur der Seele" dreigeteilt hat. Durch die Epochen hinweg bekommt das Gehirn immer wieder  neue Metaphern. Galenus schließt das antike Projekt der Hirnforschung ab und sieht dabei Parallelen zum Wasser, wodurch es zu der Metapher des Brunnen kommt. Daraufhin folgt die Epoche des Mittelalters und Renaissance, in denen die Metapher für das Gehirn die Orgel darstellt. Anschließend folgt die Neuzeit mit dem Vergleich von Telegraph und Landkarte. Schließlich folgt die Moderne mit dem Chemiebaukasten und dem Computer. Abschließend wird in der Gegenwart die Metapher des Internets verwendet und mit dem Gehirn verglichen. Die vielen Metaphern über die Zeit hinweg zeigen die vielen Facetten der Hirnforschung und Hirntätigkeit und das wandelnde Selbstbild des Menschen. Die Orientierung der verschiedenen Modelle von Gehirn ist dem jeweiligen technologischen können zu zuordnen, welcher dadurch auch wiedergespiegelt wird.
Nach jedem der fünf Kapitel folgen immer wieder Untertitel im Text oder Thesen und Fragen zu der jeweiligen Epoche, welche daraufhin beantwortet werden und auf das bereits geschriebene weiter eingehen. Die verschiedenen Theorien werden rückblickend verglichen und komplexe Theorien, Gesetze und Innovationen werden ebenfalls einfach und strukturiert erklärt und miteinander verknüpft, wodurch sich ein roter Faden durch das Buch hindurch sich bildet.
Besonders interessant fand ich die Textstelle mit der Forschung von Da Vinci und Platon, genauso die wenigen jedoch sehr spannenden Abbildungen. Auch die historischen und philosophischen Aspekte haben mich sehr begeistert und die (geistigen) Erkrankungen und die damit verbundenen Sprachstörungen. Über den Geist bzw. die Seele gab es leider zu wenig Information, worauf ich mich eigentlich am meisten gefreut hatte. Es wurde wenig darauf eingegangen und zu wenig darüber erwähnt.
Besonders beeindruckt war ich von den vielen verschiedenen Forschern die im Buch erwähnt wurden und noch mehr von dem Gehirn selbst.


Fazit: 
Alles in allem kennt man vieles bereits aus der Schule, jedoch nicht in dem Ausmaß und nicht so interessant. Sehr vieles war neu und durch den angenehmen Schreibstil des Autors, war das Öftere Lesen nicht anstrengend, sondern gab einem ein besseres Verständnis über das geschriebene. Das Buch " Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist" ist nichts für zwischendurch (es sei den man kennt sich bereits perfekt auf dem Gebiet aus)  und erfordert einen gewissen Grad an Konzentration. Ich selbst habe es Stückweise gelesen um nicht abzuschweifen. Es ist unglaublich gut zusammengefasst und bietet einem einen umfassenden Überblick über die Hirnforschung der verschiedenen Epochen hinweg. Zudem wird nicht mit gruseligen Details von Experimenten gespart und auf die grausamen Taten an Juden,KZ-Häftlingen und Tieren eingegangen.
Ein sehr interessantes, spannendes und empfehlenswertes Buch für jeden der an dem Gehirn, Biologie und Geschichte interessiert ist.

Dank:
 Zudem möchte ich mich natürlich bei dem Pantheon Verlag , sowie der Verlagsgruppe Randomhouse bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zugeschickt haben. Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses tolle Werk rezensieren zu dürfen und für die tolle Zusammenarbeit.



Donnerstag, 2. März 2017

Rezension │ "Die Magie der Hexen - Das umfassende Handbuch der weißmagischen Künste" - Claire








Titel: Die Magie der Hexen
Autor: Claire
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 304
Verlag: Heyne
Meine Wertung: 5 Farbkleckse

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Autorin: Aufgewachsen  in einer ländlichen Gegend, inmitten einer reichen Fülle von alten, geheimnisvollen Bräuchen, interessierte sich Claire schon früh für die spirituelle Kraft der weißen Magie. Heute ist die Lebensberaterin und praktizierende Hexe eine der erfolgreichsten Autorinnen zum Thema Magie.Zahlreiche Tv-Auftritte machten sie über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Claire lebt in Leipzig.

Klappentext: Liebeszauber und magisches Räucherwerk, Krafttiere und Naturgeister, Tarot und Rituale für Erfolg und Wohlbefinden: Dieses Praxisbuch bietet alles, was man wissen muss, um die eigenen magischen Kräfte zu entdecken und zu entfalten. Wie keiner Zweiten gelingt es Claire, authentische weiße Magie alltagsbezogen und undogmatisch zu vermitteln und anwendbar zu machen.

Meinung;
Das Buch "Die Magie der Hexen", verfasst von Claire befasst sich nicht nur mit den verschiedenen Bedeutungen von Steinen,Düften und Ölen ,sondern gibt ebenfalls einen guten Überblick über verschiedene Themen der Magie und wie man diese in den persönlichen Alltag integrieren kann.
Claire schreibt klar, verständlich und umsetzbar.Viele Themen werden zwar nur kurz angeschnitten, jedoch würden genauere Beschreibungen und Erklärungen die detaillierter auf die Themen eingehen den Rahmen des Buch sprengen. Man bekommt mithilfe des Buches ein Gefühl für Steinkunde,Farbenlehre,Meditation,Rituale  und sehr viel mehr. Das Handbuch ist sehr gut geeignet für Anfänger und bietet einen super Einstieg in die weiße Magie. Claire betont dabei immer wieder, dass man sich auf sein Bauchgefühl und die eigenen Instinkten verlassen sollte. Mann solle keine klaren Regeln befolgen, denn es gibt kein richtig oder falsch nur etwas womit man persönlich besser oder weniger gut zurecht kommt. Das Buch macht einem auf jeden Fall Lust auf mehr und wird bestimmt ein Buch, welches ich mir noch häufiger angucken werde.


Fazit: Alles in allem fand ich es ein sehr informatives, übersichtliches und leicht zu verstehendes Buch. Das wichtigste wurde genannt und durch den "Plauderton" der Autorin war dieses viel einfacher zu lesen. Ein tolles Buch für Einsteiger und Interessierte. Auf jeden Fall eine Empfehlung für jeden der sich für Magie und Esoterik interessiert. 

Dank:
Ein großer Dank gilt natürlich dem Heyne Verlag, welcher mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Hiermit möchte ich mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses Werk zu rezensieren bedanken.



Mittwoch, 22. Februar 2017

Rezension │ "Frühstück mit Giraffen - 7 Reisetaschen, 5 Kontinente, 154 Tage - eine Familie reist um die Welt" - Bettina Pohlmann


    


Titel: Frühstück mit Giraffen
Autor:Bettina Pohlmann
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 320
Verlag: Blanvalet
Meine Wertung: 5 Farbkleckse

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" Also, jetzt würde ich gerne noch einmal auf Weltreise gehen, Ich wollte nach Hause, wir waren ja lange weg, aber jetzt ist es auch gut, ich habe alle wiedergesehen, jetzt könnte ich noch mal wegfahren."

Autorin: Bettina Pohlmann, geboren 1965 in Hamburg, wurde die Liebe zu fernen Ländern quasi in die Wiege gelegt, denn ihre Eltern lernten sich auf einer Reise kennen. Nach dem Abitur und während ihres Studiums zog sie immer wieder mit dem Rucksack durch die Welt. Sie arbeitete viele Jahre bei Radio und Fernsehen und unterrichtete an verschiedenen Akademien die Fächer Dramaturgie und Regie. Seit 2006 dreht sie TV- und Kinodokumentationen im In- und Ausland. Bettina Pohlmann lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Hamburg.

Klappentext: Den Alltag hinter sich lassen und einfach losziehen an die aufregendsten Orte dieser Welt … Viele träumen davon – auch Bettina Pohlmann. Aber mit zwei Kindern – geht das überhaupt? Und ob! Im Dezember packt sie mit ihrem Mann Frank und den beiden Töchtern Antonia (9) und Helen (4) ihre Koffer, und die Familie macht sich auf, einmal die Welt zu umrunden. Charmant und mit viel Humor erzählt Bettina Pohlmann von einem großen Abenteuer zu viert — von Turbulenzen, Pleiten und unvergesslichen Augenblicken an den schönsten Sehnsuchtsorten der Welt — und gibt spannende Einblicke in das etwas andere Familienleben »on tour«.

Meinung: Die Leser des Buches "Frühstück mit Giraffen", verfasst von Bettina Pohlmann, packt während des Lesens nicht nur das Fernweh, sondern auch die Möglichkeit die Welt zusammen mit einer zuerst fremden Familie ganz nah und bequem vom Bett aus kennen zu lernen. Bettina beschließt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern, Helen und Antonia, ihren Lebenstraum ( und den Lebenstraum von vielen anderen- darunter auch mir) zu verwirklichen und eine Weltreise mit ihrer Familie zu machen. Schon bereits am Anfang des Buches lernen wir das Organisation das A und O ist. Es muss viel geplant werden und als die Familie kurz davor ist den Plan über Board zu werfen erreicht sie plötzlich der ersehnte Brief von der Schulbehörde. Ab dort geht es richtig los . Persönliche Gedanken und Gefühle die die Autorin mit uns teilt, lassen einen der Familie und Reise ganz nah sein. Auch die Berichte der Tochter Antonia, welche sie für die Schule schreibt finde ich sehr interessant. So lernt man nicht nur die Sicht der Autorin sondern, auch der ihrer Tochter kennen, was ich eine tolle Idee finde. Bettina und ihr Mann zeigen nicht nur, dass es möglich ist eine Reise mit zwei Kindern zu machen ,sondern bringen uns dabei bei wie man es macht. Die Kinder lernen von der Welt, den Menschen, Kulturen und der Natur und eine bessere Möglichkeit zu lernen als es selbst zu erleben, gibt es nicht . Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt. Dabei ist jedes Kapitel einem Land gewidmet. Die Autorin schreibt humorvoll, detailliert und vermittelt realistische Eindrücke , wodurch man das Gefühl bekommt der Familie ganz nah und ein stiller Mitreisender zu sein. Das Interesse und die Faszination der Autorin konnte man stark spüren und ließ mich ein noch größeres Interesse für Neuseeland wachsen. Ich lernte neue Reiseziele kennen, die ich selber noch besuchen möchte und fühlte mich den Orten, welche ich bereits bereist habe wieder ganz nah. In der Mitte des Buches findet man Bilder von der Weltreise, was ich sehr schön finde, jedoch es besser gefunden hätte, wenn man nach jedem Kapitel die Bilder zu dem jeweiligen Land sich am Ende des Kapitels befinden würden. Dadurch , dass die Bilder alle zusammen auf einem Fleck sind spoilert man sich ein wenig für die darauffolgenden Kapitel, aber an sich eine sehr tolle Idee.
Besonders die Gedanken von der Familie nach Ankunft in Hamburg kann ich gut verstehen, da ich selber gerade von einer Reise zurück gekehrt bin und dieselben Gedanken und Eindrücke empfinde. Am liebsten würde ich wieder los, nur diesmal bitte mit meinem Freund zusammen.

Fazit: Alles in allem, würde ich dieses Buch jedem empfehlen ,der gerne reist und wieder vom Fernweh gepackt ist, aber auch jeden der ungern auf Reise ist, denn dann kann man auf eine gehen ohne sich vom Fleck bewegen zu müssen. Sowohl das Cover als auch die Weltkarte am Ende finde ich sehr toll, genau so die Berichte von Antonia und die Film-, Buch-, und Musiktipps von Bettina am Ende jedes Kapitels. Auch die Reisetipps am Ende sind eine schöne Idee. Bettina Pohlmann schreibt sehr interessant, humorvoll und lässt einen beim Lesen den Wunsch selber eine Weltreise zu machen entwickeln. Man kann sich das geschriebene deutlich vor Augen vorstellen und der Familie und Reise ganz nah sein. Besondern die Natur, welche so schön beschrieben wurde ist mir in Erinnerung geblieben. Es ist auf jeden Fall kein typisches Reisebuch und eine Empfehlung von meiner Seite. Vielen Dank, an Bettina Pohlmann, ihren Mann und die beiden Töchter für diese interessante und einzigartige Reise!

Dank: Ein großer Dank gilt selbstverständlich dem Blanvalet Verlag, welcher mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Hiermit möchte ich mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses Werk zu rezensieren und für Ihre Geduld mit mir bedanken.



Freitag, 13. Januar 2017

Rezension │ ''Heilsteine - 50 Steine und ihre therapeutische Anwendung für Körper und Seele'' - Julia Labacher

   

Titel: Heilsteine - 50 Steine und
ihre
 therapeutische Anwendung
 für Körper und Seele
Autor: Julia Labacher
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 120
Verlag: Irisiana
Meine Wertung: 5 Farbkleckse
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Autorin:

Julia Labacher studierte Germanistik. Sie arbeitet heute als freie Autorin mit den Themenschwerpunkten Kulturgeschichte, traditionelle Heilweisen und deren Anwendung in der heutigen Zeit.

Klappentext:

Die wichtigsten Heilsteine auf einen Blick

Schon vor Tausenden von Jahren wusste man um die belebende Kraft von Mineralien und Edelsteinen. Heute ist dieses Wissen naturwissenschaftlich belegt und immer mehr Menschen nutzen die positive Wirkung ihrer Schwingungen und Farben. Dieser handliche Ratgeber porträtiert kompakt, übersichtlich und leicht verständlich die 50 wichtigsten und gebräuchlichsten Heilsteine. Man erfährt alles Wissenswertes zur Steinpflege, den entsprechenden Sternzeichen und Chakras sowie die heilende Wirkung auf Körper und Seele. So lernt man den jeweils passenden Stein optimal für sich zu nutzen.


Meinung:


Der vordere Teil des Buches befasst sich mit wichtigen Themen wie:   Steine in unserem Leben, Entstehung von Steinen, und verschiedene Entstehungsweisen, Farbe, Form und Härte von Heilsteinen genauso wie die Heilwirkung und Heilmethoden, Behandlungen, Chakren, Steinpflege und auch die Ent- und Aufladung von Steinen. Das Buch konzentriert sich auf 50 verschiedene Steinen. Dabei wurde auf das wichtigste reduziert ,sodass es gut als Orientierungshilfe dient. Dank der handlichen Größe und dem kompakten Wissen, konnte ich dieses sehr gut zBs. auf der Mineralien Messe im Dezember benutzten um mein Wissen aufzufrischen und die richtigen Steine zu finden. Zu jedem Stein findet man jeweils ein Farbfoto von einem rohem oder verarbeiteten Heilstein. Zudem ist jeder Heilstein einem oder mehreren Sternzeichen zugeordnet ,dessen Stärken unterstützt und Schwächen gestärkt werden sollen. Edelsteine oder auch Heilsteine sind nicht nur als Schmuckstücke oder Dekoration zu verwenden sondern auch für ihre heilende Wirkung. So sollen sie das Umfeld harmonisieren und einen Schutz vor negativen Einflüssen leisten. Bei der Auswahl von Steinen sollte man sowohl auf das passende Sternzeichen zu dem jeweiligen Stein achten, aber auch auf die eigene Intuition und das Gefühl. Jedem Stein sind jeweils zwei Seiten zugeteilt, welche sich auf Mythologie, Sternzeichen, Chakra, Mineralogie und Fundorte, Steinpflege sowie die heilende Wirkung auf den Körper und auf die Seele konzentrieren. Da in meiner Familie Heilsteine nichts Neues sind und ich mich mehr damit befassen wollte habe ich mich entschlossen dieses Buch auszuprobieren. Einiges wusste ich schon aber durch das Buch wuchs mein Wissen über die verschiedenen Steine schnell, da ich immer wieder wenn ich unterwegs war ein bisschen nachlesen und mich informieren konnte, was dank der handlichen Größe super geklappt hat.

Fazit:

Alles in allem ist es ein sehr informatives, handliches und kompaktes Buch ,dass man immer wieder mal durch lesen kann um sein Wissen aufzufrischen. Die Größe passt in jede Handtasche und unterstützt durch Fotos wichtiges Wissen über 50 Heilsteine. Es ist jedem zu empfehlen ,der sich mit Heilsteinen gerne auseinandersetzt oder es gerne würde.  

Dank:

Ein großer Dank gilt natürlich dem Irisiana Verlag, welcher mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Hiermit möchte ich mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses Werk zu rezensieren bedanken.





Donnerstag, 12. Januar 2017

Rezension │ '' Das Cafe der guten Wünsche'' - Marie Adams

   



   
Titel: Das Cafe der guten Wünsche
Autor: Marie Adams
Einband: Paperback
Seitenanzahl: 336
Verlag: Blanvalet 
Meine Wertung: 4 Farbkleckse





Autorin:
Marie Adams veröffentlichte unter anderem Namen bereits Romane – in denen es darum geht, die Liebe nach Jahren durch den Alltag zu retten und das Familienchaos zu meistern. Umso mehr Freude hat sie nun daran, ein Liebespaar auf fast märchenhafte Weise erst einmal zusammenzubringen – schließlich weiß sie aus eigener Erfahrung, wie irrational das Glück manchmal arbeitet.

Klappentext:
Glück fällt nicht vom Himmel – aber manchmal ist es trotzdem zum Greifen nah …
Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schief läuft ? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?

Meinung:
Die Protagonistin, Julia hat von ihrer Großmutter das Cafe Juliette geerbt. Zusammen mit ihren zwei besten Freundinnen führt sie dieses nach einem bestimmt Konzept. Das Cafe ist  kein normales, sondern ist mit einem Geheimnis der drei Freundinnen verbunden. Jeder Gast der das Cafe besucht ,verlässt es weitaus glücklicher und zufriedener als er es betreten hat. Denn die  Gäste bekommen im Stillen einen Wunsch von den dreien hinterher geschickt. Der wahre Name des Cafes wird stets von ihnen geheim gehalten. Julia genauso wie die beiden anderen, Laura und Bernadette glauben an die Kraft der Gedanken. Sie glauben an das positive in jedem. Dies ist dem pessimistischen Robert ,jedoch ganz fremd. So versteht es diese Weltanschauung nicht. Robert wird von seinem Freund aus der Wohnung geworfen , wodurch er sich ein neuen Wohnsitz suchen muss. Julia ,dessen Freundin Bernadette nach Frankreich gezogen ist um dort zu studieren hat nun ihr Zimmer in Julias Wohnung aufgegeben, weshalb Julia nun einen Nachmieter sucht. Dank ein paar Lügen schafft es Robert sich als jemand auszugeben, wer er nicht ist ,wodurch er zum Nachmieter wird. Ab dem Punkt an dem Bernadette mitteilt nach Frankreich zu ziehen, scheint alles Bergab zu gehen. Eine Sanierung des ganzen Hauses steht vor,trotz dem Fakt dass Julia nicht Genug Geld verdient und ein Kredit aufnehmen muss. Dazu kommt , dass sie ziemlich naiv und verloren ist. So führt sie jahrelang ein Cafe ohne eine wirkliche durchdachte Organisation. Außerdem schlägt Julias Herz seit Jahren für einen Franzosen namens Jean, den Sie in ihrem Urlaub vor drei Jahren kennengelernt und seit dem nicht mehr vergessen kann. So ist sie sich kurz vor der erwarteten Anreise von Jean nicht mehr sicher was sie gegenüber ihm und Robert empfindet, der sich schon lange in sie verliebt hat. 
Die ganze Geschichte und sogar das eigentlich unerwartete Ende ist ziemlich vorhersehbar und naiv. Der pessimistisch Robert verliebt sich in die optimistische Julia, welche ihn komplett zum positiven verändert. Die Liebe schafft es aus dem sonst schlecht gelaunten Player, Robert einen zielstrebigen und fröhlichen Mann zu machen. Die Entwicklung von ihm fand ich sehr interessant mit zu verfolgen. Besonders die Hinterhältigkeit von ihrem Bruder konnte ich nicht nachvollziehen und hätte diese an ihrer Stelle nicht verzeihen können Die Kurzinfo genauso wie das Cover brachte mich dazu diesen Roman unbedingt lesen zu wollen. Das Cover mit den vielen unterschiedlichen Tassen finde ich sehr ansprechend ,vor allem weil ich selber ungewöhnliche und schöne Tassen sammel. Es passt perfekt zur Geschichte, die genauso wie das Cover romantisch,kitschig und total schön ist. Zudem hat Marie Adams einen sehr schönen und fesselnden Schreibstil ,dem womöglich etwas Humor fehlt aber der trotzdem äußerst interessant ist, sodass das Lesen ,trotz dem Vorhersehbaren nie langweilig war. Das gewählte Thema finde ich sehr toll und interessant und musste trotz dem ganzen Kitsch feststellen ,dass es sehr Spaß gemacht hat das Buch zu lesen. Ich teilte meine Sorgen mit Julia auch wenn ich nicht immer so handeln würde wie sie ,vor allem nicht bei der Organisation. Ihre positive Lebenseinstellung gab mir einiges zu bedenken ,sodass ich mich letztendlich sogar dazu entschloss ihr Prinzip der Gedanken auszuprobieren.  Zudem war das Cafe und die damit verbundene Atmosphäre sehr angenehm und es ist auf jeden Fall ein Cafe in dem ich mich wohl fühlen und welches ich gerne einmal besuchen würde. Auch die Idee mit der Wunschdose fand ich sehr interessant und passend zum Charme des Cafes, und werde wahrscheinlich auch diese bald ausprobieren.

Fazit:
Alles in allem ist es ein sehr unterhaltsamer, kitschiger und recht naiver Liebesroman mit einer riesen Portion Liebe und gute Laune. Der  Schreibstil ist flüssig und nimmt einem nicht die Freude am Lesen. Das Thema und die Idee dahinter ist sehr schön und vor allem in der tristen Winterzeit eine schöne Abwechslung die auf jeden Fall sehr viel Lust auf selbst gebackenen Kuchen mit Tee oder Kaffee macht.  Es ist sehr leicht zu lesen und ich würde es jedem empfehlen, der sich auch nur ein bisschen für Liebesromane interessiert.

Ich wünsche euch allen, gute Laune, eine schöne Zeit mit euren Liebsten, Gesundheit, guten Kaffee und Käsekuchen und natürlich viel Lachen.

Dank:
Ein riesen großer Dank gilt natürlich dem Blanvalet Verlag, welcher mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zugeschickt hat. Hiermit möchte ich mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses Werk zu rezensieren bedanken.